Eine Reise IN den Gletscher

Bislang hörten unsere Jungforscher immer nur von biologischen Vorgängen auf der Gletscheroberfläche – aber was ist, wenn man sich in einen Gletscher hineinwagt?

Es gibt nicht viele Möglichkeiten, dies ohne Gefahr zu tun. Der Hintertuxer Natur Eis Palast am Ende des Zillertales ist der perfekte Ort, in einen Gletscher einzutauchen. Ursprünglich blieb dieser Ort der Öffentlichkeit verborgen, denn er musste erst entdeckt werden. Roman Erler, ein wissbegieriger Bergsteiger, vermutete vor 12 Jahren hinter einem schmalen Spalt im Eis etwas Größeres und bahnte sich den Weg ins Innere, was heute für jedermann zugänglich ist als Gletscherhöhle mit bizarren Eisskulpturen, meterlangen Eiszapfen, bizarren Eiskristallen und Formationen, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Unsere Jungforscher waren gebannt von der eisigen Besonderheit 30m unter der Oberfläche.

Was jedoch gar nicht alltäglich ist, ist ein tiefer See im Gletscher, den man sogar noch mit einem Boot befahren kann! Aber es ist auch ein Ort mit „biologischen Überraschungen“. Die unterirdischen Gänge werden mit einzelnen Glühbirnen ausgeleuchtet und diese Energie reicht manchen Algen aus, um sich rings um diese Lichtquelle auf dem Eis anzusiedeln und es grasgrün zu färben. Lampenflora wird dieses Phänomen genannt und wurde durch die Beleuchtung prähistorischer Felsmalereien in Feldhöhlen bekannt. Roten Schnee kannten die Kinder bereits durch die Schneealgen, aber grünes Eis war dann doch etwas Neues. Direkt vor Ort konnten diese Spezialisten in der Höhle mikroskopiert werden, zudem wurden Eiskerne unter großer Kraftanstrengung gebohrt und diskutiert, dass auch im Eis jede Menge Mikroorganismen überleben können.

Die Temperatur in der Höhle bleibt immer konstant am Gefrierpunkt, doch auch wenn es innen wärmer als vor dem Eingang draußen scheint, so fror unser junges Black.Ice-Team doch ganz schön. Aber das Zittern war die Reise in den Untergrund offenbar doch wert wie in diesem Video zu sehen ist:

 

 

Wir bedanken uns nochmals herzlich bei Roman Erler von Natursport Tirol, für die Gastfreundschaft und den Österreichischen Bundesforsten.

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